Teeanbaugebiet Bangladesch

Tee Guide - Teeanbaugebiet Bangladesch

Allgemein

Das Teeanbaugebiet Bangladesch ist ein wichtiges Teeanbauland. Es ist auf der Liste der größten Teeanbaugebiete auf Platz 12. Die Teeindustrie des Landes geht auf die britische Herrschaft zurück. Damals hat die East India Company den Teehandel in den Hügeln der Region Sylhet eingeführt.

Zudem wurde der Teeanbau im Jahr 1840 im Großraum Chittagong eingeführt. Inzwischen verfügt das Land über 166 kommerzielle Teeplantagen, darunter viele der weltweit größten Plantagen überhaupt.

Tee Guide - Teeanbaugebiet Bangladesch
Tee-Guide: Teeanbaugebiet Bangladesch

Anbau & Produktion

Der Tee wird im Teeanbaugebiet Bangladesch hauptsächlich in den nördlichen und östlichen Distrikten angebaut. Durch die guten Bedingungen wie das Hochland, das gemäßigte Klima, die hohe Luftfeuchtigkeit und die starken Regenfälle in den Distrikten machen diese die Erzeugung von hochwertigem Tee möglich.

Tee ist nach Jute die zweitgrößte exportorientierte Nutzpflanze Bangladeschs. Die Industrie macht 1 % des nationalen BIP aus.

Zu den teeproduzierenden Distrikten gehören Moulvibazar, Habiganj, Sylhet, Chittagong, Panchagarh, Brahmanbaria und Rangamati.

Früher war Bangladesch ein weltweit bedeutender Exporteur, heute ist das Land Nettoimporteur von Tee. Der Aufstieg der bangladeschischen Mittelschicht hat dazu geführt, dass sich die Industrie zunehmend auf den lukrativen Inlandsmarkt konzentriert.

Arbeiter

Im Teeanbaugebiet Bangladesch arbeiten mehr als 300.000 Plantagenarbeiter. 75% der Arbeiter sind Frauen, viele davon direkte Nachkommen vom Stammesarbeitern, welche von den Briten aus Zentralindien geholt wurden.

Staatliche Unterstützung

Das Bangladesch Tea Board und das Bangladesch Tea Research Institute unterstützen die Produktion, die Zertifizierung und den Export des Teehandels im Land.

Arbeitsbedingungen

Die Besitzer der Teeplantagen haben ihrer Arbeiter seit dem 19 Jahrhundert wie Sklaven behandelt und dies ist leider heute teilweise auch noch so.

Die Arbeiter leben oft in nur sehr provisorischen Hütten und werden stark unterbezahlt. Sie werden für ihre Dienste ausgebeutet und sollen für bestimmte Tätigkeiten auch noch gratis arbeiten, so zum Beispiel das putzen von Häusern der Manager.

Ursprünglich kamen die Arbeiter aus Indien und wurden mit verlockenden Angeboten angelockt. Sie mussten aber Verträge unterschreiben, ein Leben lang dort zu arbeiten und auch ihre Kinder anzulernen. So sind auch immer noch heute viele Generationen in den Plantagen „gefangen“.

Tee Guide - Teeanbaugebiet Bangladesch, Arbeitsbedingungen
Tee-Guide: Sonnenuntergang über einem Teefeld in Bangladesch

Geschichte

In Bangladesch ist Chittagong der Geburtsort der Teeindustrie.
Der Anbau von schwarzem Tee wurde von den Briten eingeführt. Diese hatten im indischen Bundesstaat und im Bezirk Sylhet Tee angebaut.

Im Jahr 1834 hat Robert Bruce Teepflanzen in den Khasi und Jaintia Hills sowie in anderen Bergregionen im Norden entdeckt. Diese Entdeckung führte zur Gründung der Assam Tea Company im Jahr 1839, an der viele Geschäftsleute beteiligt waren. Sie waren ebenfalls mit der bengal Tea Association in Kalkutta verbunden.

Die ersten subkontinentalen Teegärten wurden dann im Jahr 1840 von europäischen Händlern in der Hafenstadt Chittagong angelegt. Dies war die Antwort auf Teeplantagen mit chinesischen Teepflanzen im Chittagong Club.

Der erste „selbst angebaute“  Tee in Bangladesch wurde im Jahr 1843 in der Nähe des Karnaphuli-Flusses in Chittagong zubereitet und verkostet. Im Jahr 1867 begann dann der kommerzielle Teeanbau im Mulnicherra Estate in Sylhet.
Das Surma River Valley in der Region Sylhet hat sich schnell zum Zentrum des Teeanbaus in Ostbengalnen entwickelt.

Tee war eines der wichtigsten Exportgüter von Britisch-Bengalen. Die Assam-Bengal Eisenbahn war die Lebensader für die Industrie und transportierte den Tee von den Erzeugern zu den Exporteuren in den Hafen von Chittagong.

Mit der Zeit gründetet immer mehr Unternehmer eigene Unternehmen für den Teeanbau. So haben unter anderen die britischen Unternehmen wie James Finlay und Duncan Brothers eine lange Zeit die Branche beherrscht. Auch die Familie Ispahani wurde zu einem bedeutenden Akteur in der Branche.

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Quelle: Wikipedia

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