Schwarzer Tee – Wirkung, Zubereitung, Geschichte

Tee Guide - Schwarzer Tee

Alles was du zu schwarzem Tee wissen musst. Ob Wirkung, Zubereitung, Inhaltsstoffe, Geschichte oder die Herkunft und den Anbau. Hier erfährst du alles was du wissen musst.

Allgemeines zu schwarzer Tee

Schwarzer Tee, der in Ostasien auch als roter Tee bekannt ist, ist keine Teesorte, was viele denken. Schwarzer Tee ist lediglich die Art, einen Tee herzustellen.

Die Teeblätter der Teepflanze werden hierbei im Unterschied zum grünen Tee fermentiert.

Tee Guide - Schwarzer Tee
Tee-Guide: Weißt du bereits alles über Schwarzen Tee?

Wirkung von schwarzem Tee

Koffein

Einer der Hauptwirkung von schwarzem Tee ist die belebende Wirkung. Dies liegt daran, dass die Teeblätter von Natur aus Koffein enthalten, auch Teein genannt. Aus chemischer Sicht ist das Koffein im Kaffee das gleiche wie im schwarzen Tee.

Eine Tasse Kaffee enthält die gleiche Menge an Koffein wie zwei Tassen schwarzer Tee. Allerdings wird das Koffein im Tee langsamer aufgenommen. Dadurch ist die belebende Wirkung zwar etwas schwächer hält dafür aber auch viel länger an.

Gerbstoffe (Tannine)

Der schwarze Tee hat zwar nicht so viele Gerbstoffe wie der Grüntee, jedoch haben sie auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die Gerbstoffe, welche auch Tannine genannt werden, sollen antibakteriell wirken und bei erhöhtem Blutdruck und Cholesterinspiegel helfen.

Theaflavinen (Catechine)

Die im Tee enthaltenen Theaflavinen welche durch die Oxidation von Catechine entstanden sind, haben viele gesundheitsfördernde Effekte.

Sie sollen Antibakteriell wirken und bei einem erhöhten Cholesterinspiegel helfen.

Schwarzer Tee enthält auch wie der grüne Tee viele weiter gesunde Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente.

Zubereitung von schwarzem Tee

An sich ist die Zubereitung von schwarzem Tee nicht schwer. Es gibt trotzdem ein paar Dinge welche du beachten solltest.

So beeinflusst natürlich die Menge an schwarzen Tee den Koffeingehalt und die Intensivität. Bei zu wenig wird der Tee eher wässrig schmecken, bei zu viel kann er sehr schnell sehr bitter werden. Die richtige Menge solltest du immer auf der Verpackung finden, als grobe Orientierung wird pro Tasse 2 Gramm schwarzer Tee empfohlen (entspricht einem klassischen Teebeutel).

Auch die Wassertemperatur sollte nicht unterschätzt werden. Auch wenn du oft den Tee mit sprudelnd heißem Wasser zubereitest, gibt es jedoch auch viele Sorten, welche mit einer maximalen Temperatur von 85° – 90° zubereitet werden sollten. Da dies bei jeder Teesorte anders ist, empfehle ich dir, dich am besten davor zu informieren, um das beste Geschmackserlebnis zu erhalten.

Herstellung von schwarzem Tee

Im ersten Schritt werden die Teeblätter gepflückt. Danach werden die Blätter zum Welken in gut belüfteten Weidenkörben und Welk-Trögen gelagert.

Nach dem welken werden die Teeblätter gerollt um ätherische Öle freizusetzten und die Zellwände aufzubrechen. Dieser Vorgang wird traditionell mittels Maschinen erledigt um das komplette zerstören der Blätter zu verhindern. Man kann den Vorgang mit dem Reiben der Blätter zwischen den Händen vergleichen. 

Bei der nachfolgenden Fermentation entfalten sich bei der feuchtwarmen Luft die Öle und das typische Aroma von schwarzem Tee. Die Temperatur muss dabei stets bei 30 °C liegen, da die Teeblätter sonst einen verbrannten Geschmack annehmen oder die Fermentation abgebrochen wird.

Haben die Blätter die typische kupferrote Farbe und Geschmack angenommen, kann die Fermentation beendet werden. Anschließend werden die Blätter für etwas 20 Minuten bei ca. 85 °C getrocknet um die Inhaltsstoffe sowie den Geschmack zu konservieren.

Der gesamte Prozess dauert je nach Art des Tees zehn Stunden bis über einen Tag. Bei der Prozedur gehen ein Großteil der enthaltenen Catechine verloren. Diese wandeln sich bei der Oxidation zu Theaflavinen um.

Tee Guide - Schwarzer Tee herstellung, wirkung
Tee-Guide: Teeblätter in Weidenkörben

Geschichte von schwarzem Tee

Eine lange Zeit lang wurde in Europa nur grüner Tee getrunken, der größtenteils aus China importiert wurde.

Die Briten waren allerdings schnell vom schwarzen Tee begeistert und stiegen deshalb auch in den Handel ein. Wegen dem Opiumkrieg um 1840 wurde versucht von China unabhängig zu werden. Nachdem die Briten erfolgreich Teepflanzungen in Indien errichteten, bauten viele weitere Kolonien Teeplantagen in Indien, Sri Lanka und Afrika.

Im Gegensatz zu China wurde fast ausschließlich schwarzer Tee produziert. Dieser hat sich im Vergleich zu Tee aus China im Geschmack unterschieden.

Der schwarze Tee kam Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland. Heute wird in der westlichen Welt meistens schwarzer Tee getrunken, wobei dies sich je nach Land stark unterscheidet.

Schwarzen Tee kaufen

Wenn du selbst einmal schwarzen Tee kaufen möchtest um ihn zu probieren, oder einfach nur neue Sorten entdecken willst, bist du hier genau richtig. Wir haben für dich ein paar der bekanntesten Schwarzen Tees raus gesucht.

Quelle: Wikipedia

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