Weißer Tee – Wirkung, Herkunft, Geschmack

Tee Guide - Weißer Tee

Allgemeines zu weißer Tee

In diesem Beitrag erfährst du alles über weißer Tee. Er ist einer der edelsten und teuersten Teesorten der Welt. Im Vergleich zu anderen Teesorten wird er sehr schonend hergestellt. Weißer Tee stammt aus der chinesischen Provinz Fujian in China. Der Tee wird aus den jungen Knospen der Pflanzengattung Camellia sinensis erzeugt. Dadurch hat er einen sehr zarten und aromatischen Geschmack.

Tee Guide - Weißer Tee
Tee-Guide: Weißer Tee - hast du ihn schon mal probiert?

Wie schmeckt weißer Tee?

Der weiße Tee hat eine sehr helle Farbe, fast schon farblos. Er zeichnet sich durch seinen frisches und volles Aroma aus. Er besitzt einen milden, leicht süßlichen Geschmack. Er lässt sich zwischen grünem Tee und halbfermentiertem Oolong Tee einordnen. Durch seinen milden Geschmack, das perfekte Getränk zum Start in den Tag oder zum Ausklingen am Abend.

Wirkung und Inhaltsstoffe von weißem Tee

Der weiße Tee gilt in der traditionellen chinesischen Medizin als das älteste Heilmittel. Er soll mit seiner „kühlenden“ Eigenschaft beim Stressabbau helfen und Cholesterol und Blutdruck reduzieren. Er soll entzündungshemmend wirken und krebs vorbeugend sein, doch was ist dran?

Was ist in weißem Tee enthalten?

Weißer Tee enthält eine Vielzahl an Mineralien, Vitamin C und Polyphenolen. Gerade die Polyphenole kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen dabei beim Abnehmen.

Er enthält aber auch einen hohen Gehalt an wertvollen Catechinen. Diese sollen bei der Reduktion und Vorbeugung von hohem Blutzuckerspiegel helfen. Ihnen wird auch eine vorbeugende Wirkung bei Herzinfarkten, Schlaganfällen und Krebserkrankungen nach gesagt.

Wie viel Koffein ist in weißem Tee?

Weißer Tee hat im Gegensatz zu anderen Teesorten viel mehr Koffein, das liegt vor allem daran, dass das meiste Koffein in den Knospen der Teepflanze liegt und er so schonend hergestellt wird. Weißer Tee enthält daher ca. 35mg – 50mg Koffein pro 100 Milliliter. Zum Vergleich, 100 Milliliter Kaffee enthalten ca. 70 mg – 100 mg. Doch die Wirkung ist eine andere. 

Im weißen Tee wirkt das Koffein deutlich milder, dafür hält es aber viel länger an. Beim Kaffee hat vor allem eine starke Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, beim Tee hingegen das zentrale Nervensystem. Aus diesem Grund wird die Wirkung vom Koffein im weißen Tee als viel sanfter empfunden und es steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Wie wirkt weißer Tee?

Im Gegensatz zu schwarzem und grünem Tee soll weißer Tee schonend auf den Magen wirken. Wenn du also Magenprobleme hast oder einen magenschonenden Tee bevorzugst, kannst du weißen Tee probieren.

Durch das Koffein wirkt er sehr belebend und soll die Konzentration fördern.

Dem weißen Tee wird auch eine Anti-Aging-Wirkung nachgesagt, Studien sind dabei, dies zu bestätigen.

Ist weißer Tee gut zum abnehmen?

Gerade die im weißen Tee enthaltenen Polyphenomole kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen besonders effektiv bei der Gewichtsreduktion. Er sollte dabei aber nicht als Abnehm-Wunder gesehen werden, sondern eher als starke Ergänzung zum Abnehmprogramm.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei weißem Tee?

Nebenwirkungen beim weißten Tee ist hauptsächlich die belebende Wirkung durch das Koffein, diese ist aber in den meisten Fällen eine gewollte Wirkung.

Generell sollte nur so viel Tee getrunken werden, das man sich damit wohlfühlt. Mir persönlich sind keine negativen Auswirkungen bei zu viel weißer Tee bekannt, aber man sollte es sicherlich auch nicht übertreiben.

Weißer Tee und vielen weiteren Teesorten wird viel nachgesagt. Jedoch solltest du beachten, dass viele Studien die Ergebnisse teilweise nur bei Tieren oder im Labor nachweisen konnten. Weißer Tee hat definitiv gesunde Inhaltsstoffe, es sollten aber keine Wunder erwartet werden.

Weißen Tee zubereiten

Weißer Tee herzustellen ist nicht schwer, es gilt nur zu beachten, dass das Wasser nicht wärmer wie 70 Grad ist, denn dann gehen wertvolle Geschmacks und Aromastoffe verloren. Du solltest auch unbedingt darauf achten, deinen Tee mit weichem Wasser zuzubereiten. Hartes Wasser würde den milden Geschmack vom weißen Tee beeinträchtigen.

Nachdem du das Wasser zu deinem Tee gegeben hast, einfach ca. 3-4 Minuten ziehen lassen. Hier empfiehlt es sich bei verschiedenen Weißtee Sorten etwas zu probieren, was das Optimum ist.

Dadurch, dass weißer Tee nicht bitter wird, ist er führ mehrere Aufgüsse perfekt geeignet. Probiere es aus, jeder Aufguss hat sein ganz eigenes Geschmackserlebnis.

Teesorten von weißem Tee

Der Ursprung hat der „echte“ weiße Tee in den Bergen der chinesischen Provinz Fujian. Der dort hochwertigste weiße Tee nennt sich „Baihao Yinzhen“ bei uns auch als „Silver Needle“ oder „Silbernadel-Tee“ bekannt. Er zählt zu den zehn besten Teesorten Chinas.

Weitere Weißtee Sorten sind:

  • Bai Mudan“ – der weißen Pfingstroßen-Tee, auch er wird von Hand gepflückt.
  • Shou Mei“ und „Gong Mei“ – qualitativ hinter den zwei Ersten aber ein stärkeres Aroma durch eine stärkere Oxidation.

Es gibt bei weißem Tee enorme Qualitätsunterschiede, es sollte daher auf das Anbaugebiet und einen seriösen Verkäufer geachtet werden. Heute ist auch die Pestizidbelastung ein Problem, auch wenn die Bio-Tees immer mehr verbreitet sind, lohnt es sich oft bei weißem Tee die etwas teureren Produkte zu kaufen.

Anbau und Herstellung von weißem Tee

Anbau

Weißer Tee wird hauptsächlich im Ursprungsland China angebaut. Doch auch in Thailand, Indien, Taiwan, Sri Lanka und Nepal wird er erzeugt. Das meiste und auch die Besten stammen aber aus China.
In China wird der weiße Tee in den Provinzen Anhui, Fujian, Hunan, Yunnan und Zhejiang angebaut.

Herstellung

Der weiße Tee wird aus den Knospen einer Unterart der Teepflanze hergestellt. Die weißen Knospen sind von einem weiß blühenden Flaum umgeben – daher auch der Name weißer Tee.

Diese Knospen stellen nur einen sehr geringen Teil des Teestrauches dar und blühen auch nur kurz, dies macht den weißen Tee schon um ein Vielfaches seltener wie herkömmliche Teesorten. Die Blüten werden bis heute noch von Hand gepflückt, denn Maschinen können die Blüten nicht so präzise und schonend von den Teesträuchern entfernen wie Menschen.

Nach dem Ernten werden die geernteten Blüten auf großen Matten und der frischen Luft ausgebreitet, dadurch können sie mehrere Stunden auslüften. Bei diesem Vorgang ist eine niedrige Luftfeuchtigkeit wichtig.

Anschließend werden die Blüten in mehreren Trocknungsgängen getrocknet. Im ersten werden sie für mehrere Stunden auf Welkmatten ausgebreitet bei etwa 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 60 %. Danach werden die Knospen in einem Ofen auf 110 Grad erhitzt, dabei werden auch Knospen aussortiert, die Mängel aufweisen. Dann folgt der letzte Trockungsvorgang dabei werden die Knospen für eine kurze Zeit noch höheren Temperaturen ausgesetzt.

Nach diesen 3 Trocknungen ist der Tee fertig, er wird noch ein letztes Mal auf Qualität geprüft, verpackt und anschließend an die Käufer übergeben.

Um ein Kilogramm weißen Tee herzustellen, werden ca. 30.000 Knospen benötigt.

Im Gegensatz zu anderen Teesorten bleibt bei der schonenden Herstellung viel mehr Inhaltsstoffe erhalten wie z.B. bei einem grünem oder schwarzem Tee.

Geschichte zu weißem Tee

Den Namen hat der weiße Tee von dem weißen Flaum, der die Knospen umgibt. Der weiße Tee stammt wie fast alle Teesorten von der Pflanzenfamilie Camellia Sinensis ab.

Nach historischen Überlieferungen soll der weiße Tee bereits seit 1500 Jahren in China angebaut werden. Schon die frühen Song-Kaiser (960-1279) schätzen den Tee. Im „Generellen Überblick über die Tees“ wurde der weiße Tee als „weiß wie Jade“ und „von einer unvergleichlichen Qualität“ von Kaiser Zhao Ji zwischen 1107 und 1110 beschrieben.

Bis in das Jahr 1769 wurde der weiße Tee nur im chinesischen Distrikt Jianou in der Provinz Fujian angebaut. So war der Tee nur den chinesischen Kaisern und dem Hochadel vorbehalten.

Während grüner Tee bereits im 17. Jahrhundert bereits nach Europa exportiert wurde, hat es der weiße Tee erst im 19. Jahrhundert in die restliche Welt geschafft.

Deshalb war der weiße Tee eine lange Zeit außerhalb von Asien recht unbekannt. In den 1990er-Jahren wurde der grüne Tee populär, da er gesünder als schwarzer Tee ist. Ab den 2000er-Jahren ist dann der weiße Tee in aller Munde, da er noch positivere Wirkungen als grüner Tee hat.

Der weiße Tee ist einer der sechs traditionellen Teesorten:

Weißer Tee kaufen

Du hast nun viel über weißen Tee erfahren. Wenn du nun auch einmal weißen Tee probieren möchtest, bist du hier genau richtig, wir haben für dich einige Teesorten heraus gesucht. Schaue dich einfach einmal um.

Bitte schaue später noch einmal vorbei, wir sind noch auf der Suche nach dem besten Tee.

Quelle: Wikipedia

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